Was dich hält

Die Frage kam mir in den Kopf und ich twitterte sie.

Viele besternten den Tweet und ich habe aus Tweets einfach mal eine bunte Antwort gebastelt.

https://milchhonig.wordpress.com/2015/08/07/abschiedsbrief-06-08-2015/

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“Lass doch einfach mal was weg…”

“Lass doch einfach mal was weg…”.

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Gedankensplitter

Es ist schwer zu verstehen was in einem Menschen vorgeht, der nicht nur sich, sondern auch andere mit in den Tod reisst.
Egal, ob es nun die engste Familie, die eigenen Kinder oder die Insassen eines anderen Autos, Bus oder eines Flugzeuges ist.
Ich hab mal irgendwo gelesen, das es wie bei jedem anderen Suizid ist,
die Gedanken kreisen nur um den nahen Tod,
eingesperrt in einem kleinen Raum, schwellen sie an.
Nach und nach Verdrängen sie erst den Reflex sich selbst zu retten,
dann die Gedanken an die Angehörigen Freunde  die man zurücklässt,
und schliesslich die, die man mit in den Tod reisst…
Allein in diesem Raum
nur mit dem Gedanken an den Tod beschäftigt.
Alle Sicherungen sind durchgebrannt, die einen zurückhalten könnten
kein Gedanke an die Menschen um ihn herum.

Es sprengt das Vorstellungsvermögen wie viel Schmerz und Einsamkeit, da in einem sein kann.

Vielleicht entspricht es dem Schmerz, dem Leid der Angehörigen und den Menschen,
die durch dies Flugzeugunglück betroffen sind.

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Yul

Vor über 10 Jahren, es war wohl 2001,  haben wir das folgende nette, kleine Ritual zu Yul gemacht. Ich hatte es damals über eine Emailgruppe bekommen und wir beschlossen das Ritual oben auf dem Berg durchzuführen. Im dichten Schneegestöber  sind wir auf den “Berg” gekraxelt und wir haben es trotz Wind und Schnee geschafft unsere Kerzen anzuzünden. Ich denke unser kleiner Kreis war nie mehr so eng miteinander verbunden wie bei dieser Aktion.

Der Urheber dieses Rituals nannte sich Salix und als Dankeschön verteile ich es jedes Jahr immer wieder gerne.

Also hier der Text von Salix:

Dieses Jahr zu Jul ( ich würde die Nacht vom 21. zum 22. wählen) gegen 0:00
würde ich gerne folgendes tun. Ich lade hiermit jeden aufs aller Herzlichste
dazu ein, sich daran zu beteiligen und es auch an die Leute weiterzuleiten,
die ihnen am Herzen liegen.

Besorge dir diese kleinen Weihnachtsbaumkerzen und zwar für jede Person, die in deinem Leben wichtig ist, und die du für wertvoll hältst eine.

Vielleicht magst du dieses Ritual ja auch zusammen mit einigen von ihnen zusammen machen, so wird es sicherlich noch ein wenig schöner.

Um Mitternacht gehe hinaus an einen Ort an dem du dich wohlfühlst und rufe die Drei Nornen an dein Werk zu bezeugen

URD für das zu Werden bestimmte (Zukunft)

Verdandi für das Werdende (Gegenwart)

Skuld für das Gewordene (Vergangenheit)

(in der germanischen Sprache bezogen sich alle drei Nornen auf den Prozeß des Werdens)

Entzünde für sie die ersten drei Kerzen in einem Dreieck

Dann entzünde drei weitere Kerzen, eine für den Glauben, eine für die Liebe und eine für die Hoffnung.

Nun hat sich ein All-Stern gebildet haben, die alte Form der Rune Hagall.

Um diese Rune herum beginne nun einen Kreis aus den kleinen Kerzen zu machen,
indem Du liebevoll jeweils an eine der Personen denkst, für
die Du eine Kerze besorgt hast, und konzentriere Dich darauf, das diese
Person durch das kommende Jahr an Kraft gewinnt, und erstarken möge, das
sie in diesem Kreis der Liebe mit all den anderen eine wichtige Rolle
spielt.Versuche Dich auf ALL das zu konzentrieren was diese Person für
Dich so einmalig und wichtig und wertvoll macht.
Nachdem Du die Kerze entzündet hast nehme einen Schluck aus dem
Horn ( Ich empfehle Wein oder Traubensaft) zu dir.
( es können ja ganz kleine Schlucke sein :)) ) und gebe nach jeder Dritten Kerze dem Boden auch einen Schluck.

Ich wünsche euch allen ein gesegnetes Julfest, und das die Hoffnung darauf,
das Die Sonne Ihr Versprechen einlöst, das sie zu Litha gegeben
hat, nämlich wie der Kreis an Kraft zu zunehmen, und ab diesem Tage zur
Gewissheit werden mag.
Möge die Kraft der Göttin mit euch sein

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Letztes Wochenende

Der Wetterbericht versprach heute einen sonnigen Samstag, doch die Eifel versinkt in Nebel und es lässt nicht mal Sonne ahnen. Zeit ein paar Bilder vom letzten Wochenende zu verarbeiten.
Am Samstag war ich mit einer lieben Twitterin an den Maaren spazieren und hier ein paar der Fotos.

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Gedanken zu einem Twittertreffen in klein :-)

Es ist kein besonders tolles Wetter.
Am Morgen schien ein wenig die Sonne, doch nun bewölkt es sich wieder.
Der Tau glitzert auch am Mittag noch auf dem Terrassendach.
Heute werde ich eine Twitterin hier in der Nähe treffen. Viele werden sich dran erinnern, wie oft ich gesagt habe, dass ich lieber erschossen werden will als mich mit Tweetys treffen, aber es ist zum Glück nicht passiert.
Glaube ich bin ein wenig aufgeregt und habe keine Ahnung warum. So oft habe ich eigentlich nicht mit ihr geschrieben, wir sind beide in festen Beziehungen ich finde das was sie auf Twitter so geschrieben hat ganz ansprechend, Berufskollegin eben und uns gehts eigentlich nur ums kennenlernen.
Ein wenig will ich sie aus dem Grau herausholen, dass sie im Augenblick umgibt.
Oder ist es mein Grau? Ich will es gar nicht genauer wissen.
Mit ihr zusammen Spazierengehen.
Ich mache mir Gedanken über eine kleine interessante Tour die man in der wenigen Zeit, es wird schon recht früh dunkel, schaffen kann. Wobei der Weg wohl das geringste Problem ist, ihn mit Gesprächsinhalten füllen wird mir wohl schwerer fallen.
Ein kleines Geschenk will ich ihr machen, besser am Anfang oder lieber zum Abschied, ist ja fast wie ein Rendezvous und ich muss über mich selbst lächeln.
Ich bin eher der wortkarge Typ insbesondere beim Wandern, da hänge ich lieber meinen Gedanken nach, versuche die Schönheit oder das Besondere der Natur zu erfassen.
Gar nicht wahr, ich bin es nicht nur beim Wandern, eine meiner Stärken ist wohl eher das Zuhören.
Was sie mir wohl zu erzählen hat… Ob sie sich wohl auch so viele Gedanken macht, mit einem eigentlich wildfremden Menschen durch den Wald in unbekannter Umgebung zu spazieren. All diese Warnungen, die ich meinen Kindern und unseren Klienten mit auf den Weg gebe, geistern mir durch den Kopf. Muss ich die auch für mich selbst beherzigen? Wir wissen nicht mal unsere Real-Namen und kennen nur unsere Fotos, egal. Ich mache mich mal startklar.
Was einem so alles einfällt.. schnell noch die GPS-App auf dem Smartphone installieren.

Auf der Strecke noch schnell twittern, das ich bald da bin.
Und dann ist es soweit wir sehen uns, eine Begrüßungsumarmung, ich finde sie sehr sympathisch und schon geht der Spaziergang los.

Sie führt und legte ein ordentliches Tempo vor, da bleibt mir eigentlich nur zuhören, was sie so zu erzählen hat. Wir geniessen die Natur und den Spaziergang. Die Gegend dort kennt sie schon etwas besser oder auch nicht, ich schau ja dann doch lieber häufiger mal auf die Navi-App.
Ein bisserl Neues kann ich ihr noch zeigen bei einer Runde um ein Maar und nun gehts wieder zurück.

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Zu unserem Glück ist die Strecke doch kürzer als auf den Schildern angegeben und es bleibt noch Zeit für Kaffee und Kuchen in einem Cafe und nicht zu vergessen das Fußballspiel zu dem sie rechtzeitig zurück sein wollte.
Wir quatschen, tauschen uns über unseren Berufsalltag und Perspektiven aus und beobachten schräge Vögel wie diesen

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und eine merkwürdige Tanzgruppe im Cafe, die Umarmen zur Schamanentrommel übt oder etwas ähnlich sonderbares.
Doch, der Nachmittag mit der Twitterin war angenehm und bestimmt werden wir es noch mal wiederholen.

Ich mache mich auf den Rückweg und kann noch die untergehende Sonne einfangen.

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Zuhause merke ich, daß ich das Mitbringsel immer noch in der Hosentasche habe, also wirds bestimmt ein nächstes Mal geben.

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Spaziergang zu Samhain

Das schöne Wetter mußte ich doch heute ausnutzen für einen kleinen Spaziergang bei Weilerbach. Dort gibt es ein kleines Schlößchen mit einem kleinen Schloßgarten.

0500_01Das Licht war einfach zauberhaft und hoffe einen Teil davon in meinen Fotos aufgefangen zu haben. Begonnen habe ich an diesem alten Brunnen oder war es eine Zisterne.
0493_01Am Schloßcafe  die Aussicht dort geniessen
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und ein paar Schritte durch den Schloßgarten
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Dieses Fenster ist nur gemalt und es fiel mir erst auf, als ich schon sehr nah dran war.0511_01

In sehr vielen Bäumen gibt es hier Misteln und selbst wenn sie ihre Blätter verloren haben, sieht man immer noch das Grün der Mistel.0509_01

Hier sieht man das alte Pumpenhaus für die Springbrunnen im Garten0518_01

Im Sommer ranken hier Kletterrosen, aber auch jetzt gibt es noch ein paar wenige Blüten 0516_01 0519_01

Dann ging es den Berg hinauf…0522_01

Wenn es so steil hinauf geht, entdecke ich plötzlich auch Kleinigkeiten auf dem Boden und am Wegesrand…0528_01 0530_01 0529_01

Noch ein Stückchen höher muss ich und dann überwältigt einen dieser Anblick
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Zeit sich zu besinnen, dem Sonnenuntergang zuschauen und den Ort in sich aufnehmen

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In der Nacht waren wohl schon ein paar andere Heiden dort. Ich sammele die Aluschalen der Teelichter ein und bereite den Platz für ein kleines Ritual vor. Samhain ist für mich der Zeitpunkt der Ahnen zu gedenken, nicht meinen physischen Ahnen, sondern denen die vor mir diesen Weg zum Opferaltar gegangen sind. Dort den Dank mit kleinen Opfergaben für die Götter und Göttinnen ausgedrückt haben.

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Ich räume den Platz wieder auf und mache mich auf den Rückweg vorbei am alten Keltenring

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Der Nebel wird langsam dichter

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Der Mond leuchtet mir den Weg

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nur noch über dieses Brückchen

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Auf der Rückfahrt noch ein kleiner Stop und ein wenig mit der Kamera gespielt.

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Ein dunkler Tag

1080DSC_0430Mir ist kalt innen wie aussen.. Eigentlich wollte ich die Fotos vom letzten sonnigen Sontag im Oktober in den Blog stellen, doch darauf ist mir heute die Lust vergangen.
Heute hatte die Kollegin wieder Dienst, bei der wir das letzte Mal schon ein ungutes Gefühl hatten.
Es war wohl nicht nur die Erkältung die der Kollegin so zugesetzt hat.
Heute war sie noch schlechter dran, kam viel zu spät zum Dienst, und der Chef wollte mit ihr ein Gespräch führen. Doch wieder saß sie fast apathisch da, schwerst depressiv.
So empfahl er ihr eine klinische Behandlung.
Ein schwieriger Entschluß, der Ehemann wurde benachrichtigt und ich versuchte einen Platz in einer etwas entfernteren Klinik zu bekommen. Aber diese regionale Regelung zur Aufnahmeverpflichtung verhindert das und es blieb nur die nächstgelegene Klinik. Niemals würde ich selbst in dieses Krankenhaus gehen, ich denke das kann man nur nachvollziehen, wenn man hier auf dem Land lebt.
Innerhalb kurzer Zeit kam der Ehemann, bleich wie eine Wand, geschockt über den Zustand seiner Frau und sie fuhren gemeinsam in die Klinik.

Viele Fragen und Gedanken schwirren wohl nicht nur in meinem Kopf.
Vor fast einem Jahr erwischte es einen Kollegen mit Burnout und Depression. Er hat gekündigt und es geht ihm wieder gut. Diese Kollegin kam für ihn, mit ihren fast 50 Lebensjahren, mit 3 erwachsenen Kindern immer aktiv, grad ihr Studium Sozialpädagogik abgeschlossen. Vor ein paar Wochen Silberne Hochzeit gefeiert, talentierte Musikerin, sie konnte ihr Hobby, die Musik, auf der Arbeit einbringen. Eine Woche Wellness-Urlaub mit ihrem Mann hat sie geplant…
Und nun hat es sie erwischt. Fast von einem Tag auf den anderen. Haben wir daran Mitschuld? Hätten wir es erkennen müssen? Die Kollegin vorher entlasten müssen?
Es war für mich absolut nichts zu erkennen. Wir lachten zusammen, sind ein gutes Team, wir halfen uns gegenseitig und nun das.
Depression ist ein Scheiß und jeden von uns kann es erwischen. Wer wird der nächste sein?

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Nebeltanz

Im Nebel tanzen wir
mit Worten umeinander,
sehen uns nur schemenhaft,
berühren uns bei unserem Worttanz nur zufällig,
wissen nicht, zu welcher Melodie der andere tanzt.
Ob der andere uns überhaupt wahrgenommen hat,
überhaupt wahrgenommen werden will1080DSC_0315

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Ein Arbeitstag

Der Morgen begann grau und düster und die Fahrt zur Arbeit
war ohne Lichtblicke gefüllt mit Nebel und Regen.
Die Kolleginnen im Büro diskutierten die akuten und aktuellen Probleme mehrerer Klienten
Eine Kollegin saß, schon fast apathisch, daneben, äusserte nur ab und an ein “mh”. In ein Gespräch über ihr Musikprojekt lässt sie sich auch nur schwer verwickeln, wollte ihr vorschlagen, dass man evtl. Cajons in dem Rahmen bauen könnte. Einer meiner zu Betreuenden hätte genug Zeit, mit etwas Anleitung, welche zu bauen, doch es bleibt bei “mmh”.   Wenn es ihr nicht gut ist, solle sie doch heimfahren, schlagen wir ihr vor. Sie sagt nichts dazu. Ein wenig ratlos schauen wir uns alle an. Dann gehen wieder an die Arbeit, das notwendigste bei den Klienten ist geklärt.
Ich trug noch die Berichte vom Vortag nach, begrüßte die Klienten der Tagesstätte und schaute mal in die Küche, während die Frühdienst-Kollegin schon Feierabend machte und die eine Kollegin immer noch still in der Ecke saß.
Es gab Lasagne nach Art unseres Hauses, sehr lecker und Herr M. schlingt die frisch aus dem Ofen Lasagne innerhalb von ein paar Minuten hinunter, auch auf Ansprache läßt er sich kaum bremsen, merkt nicht wie glühend heiß sie ist. Vermutlich sind diese Sensoren schon ausgebrannt.
Ich mache mir Gedanken über die Kollegin, die nicht mal zum Essen kam.
Sie sträubt sich immer noch nach Hause zu gehen, erst als wir übrig gebliebenen es ihr alle mehrmals gesagt haben, rafft sie sich auf. Nein sie möchte nicht gefahren werden. Es geht schon und man merkt ihr ein schlechtes Gewissen an. Und wir fragen uns warum und was denn außer Unwohlsein der Grund ist. Wir werden warten müssen, denn nun hat sie fast eine Woche frei und ich hoffe es geht ihr dann besser.
Heute stehen meine Aussenbesuche an und ich habe wie die letzten Male etwas Bauchgrummeln bei dem einen Hausbesuch.
Doch was hilfts, raus aus dem Haus hinein in das Unwetter. Der Sturm ist harmloser als gedacht.

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Der erste Hausbesuch ist noch der angenehmste ich bekomme einen Kaffee angeboten wir unterhalten uns, weiß nun das man ein Programm für Dippschalter schreiben muss um sie zu entprellen, ich motiviere und helfe beim beim Aufräumen, eine “Pilzanzuchtkiste” muss weggeräumt werden. Was ist das da tolles in den Petrischalen, das sind Hingzhui oder irgendwas in der Art, habe mir den Namen nicht gemerkt und besser ist, daß ich genau weiß was dieses hübsche strahlenförmige Myzel ist. Weiß aber nun, dass es sich auch über Jahre in den luftdicht versiegelten Schalen haltbar ist.

Dann ist die Zeit auch schon um und ich muss zum Nächsten düsen.
Ich lasse mir unterwegs nochmal das Gespräch durch den Kopf gehen. Im Nachhinein fällt mir auf, dass er im Gespräch häufiger als sonst das Stimmenhören erwähnte, beiläufig mit einem Lächeln. Die Stimmen aus China die ihm von Käufen abraten, die Stimme der alten Frau aus dem Nachbardorf die ihn beeinflussen will, sein ehemaliger Drogenfreund, dessen Stimme alles kommentiert. Es gibt nur zwei Gruppen von Menschen, sagte er, die, die eine Psychose haben und die, die eine verursachen.
Die paar Kilometer sind schnell gefahren und schon bin ich beim Nächsten Herr K. begrüßt mich schon vor der Haustür, da er mein Auto gesehen hatte und ich nicht direkt zur Tür kam.
Ich rieche die dezente Alkoholfahne er erzählt von den Abenteuern der letzten Woche. Immerhin der Katze geht es nach der Kastration schon wieder besser. Sein vermehrter Alkoholkonsum spielt keine Rolle wieder biete ich ihm Hilfe an, das Tagesstrukturiende Angebot zu nutzen. Oder vielleicht sogar die WfbM. Aber in seinem leichten Rausch, sagt er offen, er sei zu faul und er komme schon zurecht. Alles leichter als sich die Sucht und die Borderline-Störung einzugestehen. Nur auf die Besuche von mir will er nicht verzichten. Jaja den Bierkonsum will er einschränken, es zumindest probieren. Dann taucht ein Bekannter von ihm auf, ebenso alkoholisiert und ich verabschiede mich besser.

Wieder ein paar Kilometer in nächsten Dorf zum nächsten Klienten.
Ich parke ein und mir fällt auf, das sein Auto nicht vor der Tür steht also warte ich….
Der Regen hat ein wenig nachgelassen und es kommen ein paar Sonnenstrahlen heraus und WOW der Lichtblick des Tages ein Regenbogen erscheint vor mir.

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Nach fast 30 Minuten Wartezeit klingele ich an, aber der Klient ist wirklich nicht da. Noch mehr Bauchgrummeln, da er angeblich vor kurzem bei einem Impulskontrollverlust, man könnte auch sagen er rastet bei, für andere, Kleinigkeiten aus, mit der Kettensäge seinen Chef angegriffen hat.
Ich hoffe, dass er nur irgendwo einen Besuch macht und den Termin mit mir vergessen hat.
Da es noch zu früh ist Feierabend zu machen, fahre ich zur Arbeit zurück. Die kranke Kollegin wird nur von der Azubi vertreten, so hat es auch sein Gutes, dass ich ihn nicht angetroffen habe.
Ich schicke die Azubi nach Hause, haue meine Berichte ins System und verteile die letzten Medikamente.
Noch ein Anruf, Herr N. fragt wer ihn denn nach Hause fährt. Hr N. sie wissen doch, dass sie das doch am Morgen klären sollen. Da der Fahrdienst noch unterwegs ist, sage ich ihm zu, da ich mit meinen Berichten fertig bin. Also alles abschließen und weiter gehts Herrn N. einsammeln.

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Herr N. erzählt mir unterwegs, dass ihm das Wetter arg zu schaffen macht. Er leidet unter MS und er kann sich schlechter bewegen und auch seine Sehstörungen werden schlimmer und er ist die Stütze eines unserer Projekte.
Ich weiß nicht worüber ich mir mehr Gedanken machen soll, über ihn und seine Sorgen oder unser Projekt. Ich wünsche ihm gute Besserung und fahre nach Hause, den Kopf voller Gedanken von der Arbeit und eh ich Zuhause ankomme ist es stockfinster und der nächste Regen fällt.

“Wie war es auf der Arbeit?” Ach, wie immer und ich spüre wie sich in mir alles zusammenzieht und ich bin in Gedanken schon beim morgigen Tag. Die Termine der Kollegin müssen nachgeholt werden.

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